Ein neuer Baum soll gepflanzt werden. Wann ist die beste Zeit dafür, wie groß muss das Loch werden und welcher Dünger ist empfehlenswert - darum geht es hier.
Baum pflanzen mit Wühlmauskorb oder ohne?
Bevor das Loch für den neuen Baum ausgehoben wird, sollte entschieden werden, ob ein Wühlmauskorb notwendig ist oder nicht. Denn natürlich wäre es schade, wenn das neue Bäumchen keine Chance bekommt. Womöglich wird das Bäumchen schon im zweiten Jahr an seinem neuen Standort von einem leichten Wind umgeweht, weil Wühlmäuse die Wurzeln abgenagt haben. Auch ein so beschädigter Baum lässt sich manchmal noch retten:
- auspflanzen
- Wühlmauskorb ins Loch
- Baum einsetzen und stützen
Aber besser ist es, es gleich richtig zu machen.
Diese Bäume werden von Wühlmäusen bevorzugt:
- Obstbäume wie Apfelbaum, Birnenbaum, Pflaumenbaum, Mandelbaum
- Beerensträucher, Ziergehölze
Hinweis: Wir verkaufen keine Wühlmauskörbe.
Wie soll ein Wühlmauskorb aussehen?
Möchte man seinen jungen Obstbaum vor Wühlmäusen schützen, welche gerne die Wurzeln von jungen Obstbäumen bis auf die Hauptwurzel abnagen, muss der Wühlmauskorb kleinmaschig und rundum verschlossen sein. Am besten ist es, einen unbeschichteten und unverzinkten feinmaschigen Maschendraht zu nehmen; dieser rostet mit dem Älterwerden des Baumes weg und ist den Wurzeln später nicht im Wege.
Wie wird der Wühlmauskorb geformt?
Der feinmaschige Maschendraht wird so zusammengeflochten, dass der Wurzelballen gut hineinpasst und das Drahtgeflecht oben zusammengeführt werden kann. Das heißt, er wird oben um den Stamm gelegt, so dass die Wühlmaus nicht von oben hineinkommen kann.
Wann ist die beste Zeit zum Bäume pflanzen?
Der Herbst ist die beste Baumpflanz-Zeit. Denn dann kann der Baum seine ganze Energie in die Wurzeln stecken und ist im folgenden Frühjahr ausreichend gestärkt, dass er Blätter bilden kann. Wurzelnackte Bäume sollten auf jeden Fall im Herbst gepflanzt werden.
Vorteile im Herbst:
- Der Boden ist noch warm
- Es regnet meist mehr als im Frühjahr
- Der Baum kann seine Kraft in die Wurzeln stecken
Auch wenn der Herbst meist optimal ist, kann man auch im Frühjahr Bäume pflanzen, sobald der Boden frostfrei ist. Frostempfindliche Bäume werden besser im Frühjahr gepflanzt.
Wie breit und tief soll das Loch werden?
Mit einem Spaten wird die Lochgröße abgestochen. Das Loch soll etwa 50 bis 100 % breiter sein als der Wurzelballen. Ist der Wurzelballen also 40 cm im Durchmesser, reicht ein Loch von maximal 80 cm Durchmesser. Die Tiefe entspricht exakt der Höhe des Wurzelballens. Aber Achtung! Je nach vorhandenem Boden kann es sinnvoll sein, das Loch tiefer anzulegen und frische Erde gemischt mit Aushub ins Loch zu füllen. Ist der Boden nämlich viel zu dicht und lehmig, wird es das neue Bäumchen schwierig haben, seine Wurzeln in die Tiefe zu führen. Also lieber das Loch tiefer ausgraben und dann mit Erde und Aushub auffüllen, bis die Tiefe der Wurzelballen-Höhe entspricht.
Loch füllen mit Erde und Aushub
Bei einem sehr dichten Boden empfielt es sich, neue Gartenerde mit etwas Aushub zu mischen und ins Loch zu füllen. So ist der Untergrund lockerer und der neue Baum findet mit seinem Wurzeln den Weg in die Tiefe.
Dünger untermischen
Wir haben uns entschieden, den Schafwolldünger mit KALI-Power als Dünger hinzuzufügen und mit dem Aushub und der Erde zu mischen. Die Schafwollpellets sind ein guter Wasserspeicher und sorgen dafür, dass der Boden länger feucht bleibt. Der hinzugefügte Langzeitdünger enthält eine Vielzahl an Mikronährstoffen und aktiviert das Bodenleben. Die Interaktion zwischen Baum und Bodenleben bringt Vorteile für beide.
Wurzelballen lockern
Vor dem Einsetzen des Baumes wird der Wurzelballen gelockert. Dazu wird die äußere verfilzte Schicht des Wurzelballens angerissen oder angeritzt. Das verhindert, dass die Wurzeln im Kreis wachsen (Ringelwuchs) und signalisiert dem Baum, feine Wurzeln nach außen zu bilden. Das verbessert das Anwachsen und die Nährstoffaufnahme. Der Wurzelballen auf dem beigefügten Foto wurde nur sehr sacht gelockert, das geht noch besser ;-)
Baum einsetzen und Stützpfahl einschlagen
Sind Loch und Wurzelballen hergerichtet, wird der Baum ins Loch gesetzt und noch einmal überprüft, ob Loch-Tiefe und Wurzelballen-Höhe übereinstimmen. Bei veredelten Bäumen unbedingt aufpassen, dass die Veredelungstelle nicht eingebuddelt wird. Sie muss oberirdisch bleiben. Soll der junge Baum gestützt werden, wird auch gleich ein Holzpfahl neben dem Wurzelballen in den Boden gerammt.
Loch auffüllen und Baum anbinden
Wenn die Lochhöhe passt, werden Erde und etwas Aushub ins Loch gefüllt und etwas angedrückt. Zum Schluss wird der Baum angebunden.
Jungen Baum regelmäßig gießen
Junge Bäume haben noch keine tiefen Wurzeln und sind auf eine ausreichende Feuchte in den oberen Bodenschichten angewiesen. Dabei ist es wichtig, nicht zu viel zu gießen, denn der Baum soll gezwungen werden, sich tief in den Boden zu verwurzeln. Empfehlenswert ist es, das neue Bäumchen zwei bis drei Mal die Woche ordentlich zu gießen, sofern es nicht ausreichend regnet. Gießt man den Baum täglich mit ein wenig Wasser, wird der Baum sich nicht in die Tiefe verwurzeln.
Düngen im Folgejahr
m Folgejahr wird der Baum mit einem feinen Düngergranulat nachgedüngt. Dazu den Dünger einfach auf die Baumscheibe aufstreuen und eingießen. Wir empfehlen den Universaldünger oder den Rasendünger (für Rasen, Bäume, Sträucher, Hecken).
Einen älteren Baum düngen
Bei einem älteren Baum reicht es nicht, die Baumscheibe zu düngen, weil der Wurzelteller der Krone entspricht. Deshalb wird entsprechend dem Umriss der Krone rund um den Baum der Boden mit einem Spaten gespalten (Spaten einschlagen und vor-und zurück ruckeln) und Dünger eingebracht (sonst wird nur der Rasen gedüngt). Den entstandenen Spalt mit Erde auffüllen und die Erde andrücken.
Dünger-Empfehlung zum Bäumepflanzen
Speichert Wasser, lockert den Boden und aktiviert das Bodenleben
Für das Pflanzen eines Baumens empfehlen wir Schafwolldünger mit KALI-Power.
Die Schafwollpellets werden mit Erde und Aushub gemischt ins Pflanzloch eingebracht.
- Speichert Wasser
- Lockert den Boden
- Aktiviert das Bodenleben
So kann der junge Baum sich besser verwurzeln, wird mit Nährstoffen versorgt und kann mit dem Bodenleben eine für beide Parteien vorteilhafte Partnerschaft eingehen.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit zum Bäume pflanzen
Der Herbst ist die beste Baumpflanz-Zeit. Denn dann kann der Baum seine ganze Energie in die Wurzeln stecken und ist im folgenden Frühjahr ausreichend gestärkt, dass er Blätter bilden kann. Wurzelnackte Bäume sollten auf jeden Fall im Herbst gepflanzt werden.
Vorteile im Herbst:
- Der Boden ist noch warm
- Es regnet meist mehr als im Frühjahr
- Der Baum kann seine Kraft in die Wurzeln stecken
Auch wenn der Herbst meist optimal ist, kann man auch im Frühjahr Bäume pflanzen, sobald der Boden frostfrei ist. Frostempfindliche Bäume werden besser im Frühjahr gepflanzt.
Wie oft soll ein gepflanzter Baum gegossen werden?
Junge Bäume haben noch keine tiefen Wurzeln und sind auf eine ausreichende Feuchte in den oberen Bodenschichten angewiesen. Dabei ist es wichtig, nicht zu viel zu gießen, denn der Baum soll gezwungen werden, sich tief in den Boden zu verwurzeln. Empfehlenswert ist es, das neue Bäumchen zwei bis drei Mal die Woche ordentlich zu gießen, sofern es nicht ausreichend regnet. Gießt man den Baum täglich mit ein wenig Wasser, wird der Baum sich nicht in die Tiefe verwurzeln.
Warum ist Schafwolldünger mit KALI-Power ein guter Dünger zum Bäume pflanzen?
Schafwolldünger mit KALI-Power als Dünger zum Bäume pflanzen ist empfehlenswert, weil die Schafwollpellets ein guter Wasserspeicher sind. Sie sorgen dafür, dass der Boden länger feucht bleibt. Der Langzeitdünger enthält eine Vielzahl an Mikronährstoffen und aktiviert das Bodenleben. Die Interaktion zwischen Baum und Bodenleben bringt Vorteile für beide Parteien.
Braucht man einen Wühlmauskorb oder nicht?
Ob ein Wühlmauskorb notwendig ist oder nicht, hängt von der Art des Baumes ab.
Diese Bäume werden von Wühlmäusen bevorzugt:
- Obstbäume wie Apfelbaum, Birnenbaum, Pflaumenbaum, Mandelbaum
- Beerensträucher, Ziergehölze
Wie hoch und wie tief muss das Loch sein?
- Das Loch soll etwa 50 bis 100 % breiter sein als der Wurzelballen. Ist der Wurzelballen also 40 cm im Durchmesser, reicht ein Loch von maximal 80 cm Durchmesser.
- Die Tiefe entspricht exakt der Höhe des Wurzelballens. Die Veredelungsstelle muss oberirdisch bleiben.
Wie düngt man einen älteren Baum?
Bei einem älteren Baum reicht es nicht, die Baumscheibe zu düngen, weil der Wurzelteller der Krone entspricht und ein Dünger die feinen Wurzeln außen nicht erreichen würde. Deshalb wird entsprechend dem Umriss der Krone rund um den Baum der Boden mit einem Spaten gespalten (Spaten einschlagen und vor-und zurück ruckeln) und Dünger eingebracht (sonst wird nur der Rasen gedüngt). Den entstandenen Spalt mit Erde auffüllen und die Erde andrücken.